Ein Kinderzimmer putzen? Das machst du natürlich mit Hilfe der kleinen Putzhelfer. Mein Kleinkind singt immer: „Mama macht sauber, und ich räume wieder ein“, und das stimmt auch. Fang beim großen Spielzeug an: Bausteine zurück in die Kiste, Puzzles ins Regal, Kuscheltiere in den Korb. Du musst kein Putzfreak sein – Kinder lernen durch Wiederholung. Wenn der Boden wieder sichtbar wird (auch nur ein kleines Quadrat), ist die erste Mission geschafft!
Spielzeug reinigen: Schritt 1: Kuscheltiere dürfen in die Waschmaschine (bei 30°C, Kuscheltier in einen Kissenbezug für mehr Schonung). Keine Maschine? Leg sie über Nacht in den Gefrierschrank (in einer Tüte), um Bakterien abzutöten.
Schritt 2: Plastikbausteine und Figuren (LEGO, Playmobil etc.) kannst du waschen. Gib sie in einen Kissenbezug in die Waschmaschine (40°C, ein bisschen Waschmittel) oder lass sie in einer Seifenlauge mit einem Schuss Dettol einweichen. Gut abtrocknen.
Schritt 3: Holzspielzeug? Ein weiches, feuchtes Tuch und ein kleiner Spritzer grüne Seife reichen meist aus. Holz darf nicht zu nass werden, also sofort trockenwischen. So bleiben die Holz-Kinderküche und die Puppenwagen sauber – ganz ohne Chemie.
Bettwäsche und Plüsch: Wechsel die Bettwäsche zweimal im Monat (oder öfter bei Malheurs oder Haustieren im Bett). Wie schon im Schlafzimmer erwähnt, ist einmal pro Woche Bett beziehen ideal. Für weiche Kuschelfreunde gilt dasselbe: waschbare Teile in die Maschine, den Rest (wie gesagt) in den Gefrierschrank. Klingt verrückt, aber Eis tötet alle fiesen Bakterien!
Staub und Böden: Alles, was länger steht, sammelt Staub – auch das Auto unter dem Bett. Wische also vor dem großen Aufräumen erst mal mit einem Staubwedel oder feuchtem Tuch über Regale, Fensterbank und Spielzeugkisten. Danach kannst du mit einem leichten Staubsauger ganz einfach den Boden saugen (verwende ggf. den Staubsaugeraufsatz für bodennahe Stellen). Hast du keinen Staubsauger? Dann tut es auch ein Besen und ein kleines Schälchen mit Krümeln in einem Tuch: Kehre sie ins Schälchen, das schafft das Kind bestimmt.
Sicher putzen: Halte chemische Mittel außer Reichweite. Arbeite am besten mit natürlichen Reinigern: Wasser mit einem Tropfen Spülmittel ist für die meisten Aufgaben prima. Verwende eine weiche Bürste oder einen Schwamm ohne scharfe Kanten und lass dein Kind gerne bei einfachen Aufgaben mithelfen, wie beim Glattstreichen von Wäsche oder kleinen Putzbewegungen. So lernt es auch, wofür die Seifenlauge gut ist!
Nachhaltige Putztipps
- Lege Spielzeug in Körbe oder Boxen (am besten recycelte Aufbewahrungsbehälter), damit das Aufräumen kinderleicht wird und nicht der ganze Schrank durchsucht werden muss.
- Ermutige zum Aufräumen, indem du Plastiktüten bei Unordnung wegwirfst (kindersichere Tütchen gegen nachhaltige Aufbewahrungsboxen tauschen).
- Bringe alte Kuscheltiere oder Spielzeug (das nicht mehr passt oder benutzt wird) zum Secondhand-Laden – so muss nichts weggeworfen werden.
- Wähle natürliche oder geruchsneutrale Reinigungsmittel, um Allergien oder Reizungen bei Kindern zu vermeiden.
- Nutze wiederverwendbare Mikrofasertücher statt Einwegtücher zum Abstauben.
- Führe eine „Spielzeugrotation“ ein: Lege monatlich ein Drittel des Spielzeugs vorübergehend weg. So bleiben die Favoriten spannend, ohne ständig alles neu zu kaufen.
- Lass Kinder ihre Kuscheltiere auch an Sonne und Wind lüften (wenn möglich). Das spart Waschen und tötet Bakterien auf natürliche Weise.
- Erinnere die Kinder an Händehygiene: Oft ist weniger Schmutz einfach eine Frage davon, weniger alles anzufassen vor dem Händewaschen.
- Stelle eine Box (oder wiederverwendete leere Erdnussgläser) neben den Mülleimer, speziell für leere Hüllen, Stifte oder kaputte Dinge – praktisch für Kinder und recyclebaren Müll.
- Verwende alte Geschirrtücher oder Lamellenroste als Spielteppich für draußen, so bleibt der Boden drinnen länger frei von Sand und Matschspuren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wie bringe ich meinem Kind das Aufräumen bei?
Mach ein Spiel daraus: Zum Beispiel „Ich räume eins weg, dann du“. Sing ein Lied beim Aufräumen oder nutze einen Timer für ein Wettrennen gegen die Zeit. Belohne mit einem Aufkleber oder Applaus. Kleine Schritte: Fang mit einer Kategorie an (nur Autos) und baue darauf auf. So lernen Kinder Schritt für Schritt eine Routine.
2. Wie halte ich Zeichnungen im ganzen Haus in Schach?
Bedruck Schürzen oder T-Shirts für Bastelzeit, damit nichts an die Wände kommt (oder nutze magnetische Tapete, um Zeichnungen temporär aufzuhängen). Für die bereits gemachten Kunstwerke: Gib ihnen einen festen Galerieplatz (z. B. am Kühlschrank). So wissen die Kinder, dass nicht alles an die Wand darf, aber trotzdem gesehen wird!
3. Was ist ein kinderfreundliches Reinigungsmittel?
Wähle Produkte mit wenig oder keinem Parfum und giftigen Stoffen. Die Pink Stuff-Linie (Multispray) ist fast geruchlos und pflanzlich. Oder mische selbst eine einfache Lösung aus Essig und Wasser (50/50) in einer Pflanzenspritze für kleine Aufgaben (natürlich nicht in der Nähe der Augen verwenden).
4. Wie oft sollte man Spielzeug reinigen?
Bei sichtbarem Schmutz oder alle 2–4 Wochen ist ein guter Rhythmus. Besonders Kuscheltiere können Bakterien halten, daher mindestens einmal im Monat (oder bei Krankheiten im Haus) gründlich reinigen. Plastikspielzeug kannst du in die Wochenendplanung einbauen und zwischendurch unter warmem Wasser abspülen.
5. Wie reinige ich den Boden ohne gefährliche Mittel?
Nimm den Boden zuerst trocken auf (schick dein Kind z. B. mit dem Handstaubsauger drüber). Für klebrige Stellen kannst du ein weiches Tuch mit ganz wenig (biologischem) Spülmittel oder grüner Seife verwenden, danach gut mit klarem Wasser nachwischen. Es geht um ein Tuch – kein Eimer Wasser auf den Boden, damit es nicht rutschig wird.
Spielzeug aufräumen, los geht’s!
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